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treten, immer wiederholt, die entgegengesetzten Zustände ein, unddiese Vibrationen werden uns als Ton hörbar. Und hiemit ist alsoder Ton, den die Orgelpfeife giebt, bestimmt; denn da die Fort-pflanzung der Schallwellen ziemlich nahe 1021 Fuß in 1 Sec.betragt, so wird eine Pfeife, die von ^ bis 8 1 Fuß lang ist,in Secunde hin und her vom Schalle durchlaufen, und ihreOscillationszeit ist Secunde. Findet man also daß sie dascingestrichne v angicbt, so ist damit bestätiget, daß der Ton v512 Schwingungen in 1 Secunde macht. Eine Illfußige amEnde 6 geschlossene oder gedeckte Pfeife giebt einen Ton, der32 Schwingungen in I Secunde macht, und dieses ist derjenigeTon 6, der noch eine Octave tiefer, als das kontra 6 liegt.
Aber die geschlossene Pfeife kann nicht bloß einen Tongeben, sondern die beiden Bedingungen, daß die Lufttheilchen amEnde bei 8 alle ihre Geschwindigkeit verlieren, und daß an derOeffnung bei L. die Dichtigkeit immer unveränderlich bleibt, kannnoch in mehrern Fällen erfüllt werden. Auch hier nämlich findeteine Zerlegung der Luftsäule in mehrere Theile, ein Entstehen vonSchwingungsknoten ebenso gut, wie bei den Saiten statt, jedochwird dazu eine gehörige Moderirung des Anblasens erfordert. Neh-men wir an, 8 sei (I'iF. 173.) eben der vorhin betrachtete Jnter-fercnzpunct, die Röhre erstrecke sich aber weiter, so wird in L,wenn 8Iüu^8v ist, ein ebensolcherPunct wie v; wo die Luft-theilchen aller fortrückcnden Bewegung beraubt sind, sich finden.
Nach der Vergleichung mit der Wasscrwelle liegt 8 eine halbeWellcnbreite von I) entfernt, und folglich ist in L die größte vor-rückende Wellentiefe mit der größten zurückkehrenden Wcllenticfevereinigt, wenn in II, der Gipfel des Wellenberges ankömmt; aberdie zurückkehrenden Theilchen in dem tiefsten Wellenthale habeneben die Geschwindigkeit nach der einen Richtung, wie die vor-rückenden Theilchen des tiefsten Wellenthalcs nach der andern Rich-tung, diese Geschwindigkeiten zerstören sich daher, und es bildet sichin 8 zwar ein tiefes Wellcnthal, aber ohne Fortrücken nach derRichtung der Röhre. Ebenso wenn der Anfang des Wellenbergesin v ankömmt, so ist in lü ein herandringender Anfang des Wellcn-thalcs und ein zurückkehrcndec Anfang des Wellenthalcs, wo aber-mals entgegengesetzt gleiche Geschwindigkeiten sich zerstören; und so