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1 (1830)
Entstehung
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Auch der so festgestellte Stob ist vcrschicdncr Schwingungsat-ten fähig. Entweder nämlich kann er ohne Schwingungsknotcn,der bisherigen Betrachtung gemäß, schwingen, oder es kann einSchwingungsknotcn da sein, und der Stab, während b ruhendbleibt, die entgegengesetzten Lagen abo, eUl/o^, abwechselnd an-nehmen (ki^. kü3.); die Zahl der Schwingungen, welche er dannannimmt, steht aber hier in keinem so leichten Verhältnisse zu denSchwingungen des Grundtons wie bei Saiten, sondern die Schwin-gungen sind etwas mehr als timal so schnell, als bei dem Grund-tone. Die Bestimmungen hiesür, so wie die Ableitung der Schwin-gungszahl bei ungleicher Länge, ist hier schwieriger, als bei Saiten,weil sie von der Natur und Gestalt der elastischen Eurve, der Gestaltnämlich, die ein gebogner elastischer Stab annimmt, abhängcn.

Ein elastischer Stab kann auf mehrerlei Weise zum Tönen ge-bracht werden, indcß hat, außer dem eben betrachteten Falle, nurder Fall, wo er auf zwei Unterlagen ruht, während die Enden ganzfrei sind, noch einiges Interesse. Bei dieser Anordnung giebt derStab viel höhere Töne, die mit denen übcrcinstimmen, welche deram einen Ende festgehaltene Stab dann giebt, wenn er einenSchwingungsknoten in der Mitte erhält. Auch hier können meh-rere Schwingungsknoten stakt finden, bei denen ich nicht verweile,sondern nur bemerken will, daß man von dem Schwingen der elasti-schen Stäbe bei zwei nicht sehr vollkommenen Instrumenten, derEisenviolinc, und der Strohficdel Gebrauch macht. Bei der Eisen-violine sind cs Stahlstäbe, die auf einem Resonanzboden mit einemEnde befestigt und am andern Ende frei sind, welche mit einemViolinbogen ungcfehr in der Mitte gestrichen, die Töne geben. DieLänge der Stäbchen wird so abgeglichen, daß sic der gewöhnlichenTonleiter entsprechende Töne geben; soll diese durch zwei Octavcnfotgehcn, so muß, bei gleich dicken Stäben, der tiefste Ton aneinem doppelt so langen Stäbchen als der höchste hcrvorgebracht wer-den. Man stellt die Stäbchen in einen Halbkreis und streicht, umeine einfache Melodie zu spielen, jedesmal den gehörigen Stab.

Die Strohsiedel, die ihren verächtlich klingenden Namen wohlvon den allerrohcsten Versuchen, tönende Stäbe zu erhalten, habenmuß, besteht aus ungleich langen Stäbchen, die frei auf einer wei-chen Unterlage liegen. Der roheste Versuch, der indcß etwas Ue-