Druckschrift 
1 (1830)
Entstehung
Seite
247
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Fälle gebrauchen. Als strenge trennend findet er indeß nicht statt,sondern cs gicbt luftförmige Flüssigkeiten, die schon bei sehr mäßi-gem Drucke in den tropfbaren Zustand übergehen, und also einenUcbcrgang zu den dampfförmigen, elastischen Flüssigkeiten bilden.

Achtzehnte Vorlesung.

Die Luftpumpe.

Eines der merkwürdigsten Instrumente, durch welches wir dieEigenschaften der Luft näher kennen gelernt haben, ist, wie Ihnenbekannt genug ist, die Luftpumpe. So verschieden auch dieEinrichtungen sind, die man ihr gegeben hat, so ist doch der Zweckaller dieser Einrichtungen ganz derselbe, indem er darin besieht,einen größer» Raum so gut als möglich luftleer zu machen; derzweite Zweck, Luft in sehr verdichteten Zustand zu versetzen, kann,weil das Zersprengen der Gefäße dabei so sehr zu fürchten ist, mei-stens nur unvollkommen erreicht werden.

Die Einrichtung aller Luftpumpen stimmt darin überein, daßein mit dem auszuleercndcn Gefäße verbundener Cylinder ange-bracht ist, in welchem der zurückgehende Kolben der Luft des Ge-fäßes einen größer» Raum, um sich auszudehnen, darbictct, undin welchem der vordringende Kolben da, wo eine Verdichtung beab-sichtiget wird, mehr Luft in das Gefäß hineintreibt. Die Ver-schiedenheit der Einrichtung besteht in den ungleichen Mitteln, dieman anwendet, um bei wiederholten Kolbenzügen die Verbindungder schon verdünnten oder verdichteten Luft mit der äußern Luft zuunterbrechen; man bewirkt dieses entweder durch einen doppeltdurchbohrten Hahn, oder durch Ventile, oder durch einen einfachdurchbohrten Hahn. b'iA. 135. stellt eine Einrichtung dar, wie sicbei doppelt durchbohrtem Hahne bequem statt finden kann. l3 isthier das Gefäß, gewöhnlich eine Glasglocke, in welchem man dieErfolge, die sich in verdünnter Luft ereignen, beobachten will; eineengere Röhre 6, die durch einen Hahn geschlossen werden kann,setzt dieses Gefäß in Verbindung mit dem Eylinder v L, in welchem