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1 (1830)
Entstehung
Seite
230
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gelmäßig genug scheint, und wenigstens der tiefe Barometerstandnicht in den Gegenden am auffallendsten ist, wo die Erdbeben unddie vulcanischen Ausbrüche statt finden *).

Ungleichheit derWariationen in verschiedenenGegenden.

Im Allgemeinen nehmen die Ungleichheiten im Barometer-stands desto mehr zu, je mehr man sich vom Aeguator entfernt, in-des würde man sich irren, wenn man gradezu nach der geographi-schen Breite beurtheilen wollte, ob an einem Orte die Variationendes Barometers größer, als an einem andern Orte, sind. So vielich aus den von mir verglichenen Beobachtungen schließen kann, sindsie mitten im Lande im Allgemeinen geringer, als an den Uferndes Meeres, und einige Orte scheinen sich durch ungewöhnlich tiefeBarometerstände vor andern auszuzeichncn. So zum Beispiel falltdas Barometer mitten in Deutschland selten über 14 oder höchstens1L Linien unter dem Mittel, in 50 bis 51 Er. geogr. Breite, stattdaß es an den Ufern der Normandie in eben der geographischenBreite bis 221- Linie unter der Mittelhöhe sinken kann;- eineTiefe, die es selbst in Preußen unter 55 Gr. Breite nie zu erreichenscheint. Knmtz hat diejenigen Orte, welche gleiche Variationendes Barometers haben, durch Linien mit einander zu verbinden unddie Gesetze, nach welchen die Lage dieser Orte von den Parallelkreisenabwcicht, zu bestimmen gesucht; aber die Beobachtungen sind nochnicht ausgedehnt genug an vielen Orten der Erde angcstellt, umsichre Schlüffe darauf zu gründen.

Merkwürdig ist ferner noch der Umstand, daß die höchsten Ba-rometerstände sich lange nicht so hoch über die Mittelhöhc erheben,als die tiefen Barometerstände unter derselben Zurückbleiben, indemz. B. die in Äbo am 25. Febr. 1825 beobachtete Barometerhöhe,größer als man sie seit 50 Jahren beobachtet hatte, doch kaum10^ Linie über dem Mittel betrug, statt daß es am 3. Febr. ebendes Jahres 21 Linien unter dem Mittel stand. Diese ungleicheEntfernung der wahren Mittlern Baromcterhöhe von dem höchsten

*) Merkwürdig bleibt es jedoch, daß ziemlich oft Leide Ereignissenahe zusammen eingctroffm sind.