Druckschrift 
1 (1830)
Entstehung
Seite
217
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Unterschied genau haben, wenn die Warme der Lust NullGrad gewesen wäre. Endlich viertens nimmt man aus den inbeiden Standpuncten in freier Lust beobachteten Wärmegraden dasMittel und legt dem vorigen Höhen-Unterschiede so viele 2I3tclzu, als diese Mittelwarme in Reaumür'schen Graden über Nullist; wäre die Mittclwärme unter Null, so müßte man sub-trahircn.

Dies sind die wichtigsten Regeln; einige andre Correctionen,die darauf beruhen, daß die Luft bei ungleicher Feuchtigkeit nichtgenau gleich schwer ist, und daß die Schwerkraft in der Höhe,in größer» Entfernungen von der Erde, abnimmt, kann ich hierwohl übergehen, da eine vollkommene Anleitung zum Höhcn-incsscn mit dem Barometer hier nicht mein Zweck ist.

Sechzehnte Vorlesung.

Schwierigkeiten, die einer genauen HLHenmessung imWege stehen.

Ehe ich zu den Veränderungen im Stande des Barometersübergehe, welche an einem und demselben Orte statt finden, mußich Ihnen, m. h. H., doch noch einige Umstände bemerklich machen,welche der vollkommenen Genauigkeit der durch das Barometererhaltenen Höhenbestimmungcn im Wege stehen. Jene Wechselim Barometerstände, die wir alle als mit der Witterung in Be-ziehung stehend kennen, und auf welche ich sogleich zurückkommenwerde, gehören mit zu diesen Hindernissen; denn da die Aende-rungen des Barometerstandes nicht ganz gleichzeitig erfolgen, selbstan Orten nicht, die nur wenige Meilen aus einander liegen, sokann bei einer Entfernung, die mehrere Meilen betragt, einigeUnsicherheit entstehen, und diese kann sich bei Orten, deren Höhebeinahe gleich ist, so gar so erheblich zeigen, daß derselbe Ortbald einen etwas höher», bald einen etwas niedriger» Barome-terstand, als der andere hat. Aber selbst bei gleichzeitigen Beob-achtungen an Orten, die nur wenig in horizontaler Richtung