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1 (1830)
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der des gefrierenden Wassers oder des schmelzenden Eises gleichist.- Daß diese Genauigkeit nothwendig ist, wird sogleich nochvollständiger erhellen.

Höhcnmessung mit dem Barometer.

Ich versprach vorhin einen noch vollständigem -Beweis für dieBehauptung, daß das Quecksilber im Barometer durch den Druckder Luft in seiner bestimmten Höhe erhalten werde. Dieser Be-weis ergiebt sich daraus, daß das Quecksilber im Barometer sinkt,wenn wir das Barometer an einen hohem Ort bringen. Diesesmuß offenbar statt finden, wenn es der Druck der Luft ist, wel-cher das Quecksilber in dieser Höhcerhält; denn, indem ich in derLuft hinaufsteige, lasse ich einen Theil der Luftsäule unter mirzurück, die nun nicht mehr zu dem Drucke auf das Barometerbeiträgt, und der Barometerstand in einem höher« Standpunctegiebt nur das Gewicht des noch über uns liegenden Theiles derLuftsäule an. Auf diese Weise sieht man das Barometer auf demBrocken 24s Zoll hoch bei einer Höhe von 3050 Fuß, auf demSt. Bernhard 21 Zoll hoch bei 7050 Fuß Höhe, auf dem Aetna19 Zoll hoch bei 10300 Fuß Höhe, auf dem Mont Blanc 10Zoll hoch bei 14050 Fuß Höhe, auf dem Chimborazo 12^ Zollhoch bei 20100 Fuß Höhe.

Diese Beobachtungen bieten uns ein weites Feld zu weiterenUntersuchungen dar, denn cs erhellt, daß wir nur das Gesetz,nach welchem sich dieses Fallen des Barometers in Hähern Stand-puncten richtet, näher kennen zu lernen brauchen, um das Baro-meter, als ein Instrument zum Höhenmcssen anzuwenden.

Wenn man von zwei Barometern, die neben einander hän-gend beide genau gleich, 28 Zoll hoch, standen, das eine zu einem73 Fuß höher» Standpuncte bringt, so fällt cs um eine Linie, undwir schließen daher, daß eine Luftsäule von 73 Fuß hoch, oder870 Zoll oder 10512 Linien hoch, ebensoviel wiegt, als eineQuecksilbersäule von 1 Linie hoch bei gleichem Querschnitte, dasheißt, wir finden, daß die uns umgebende, von der ganzen obcrnLust zusammcngedrückte Luft nur so dicht als Quecksilber,

also nur ungefehr so dicht als Wasser ist. Hiemit kennenwir einen Umstand, auf welchen es bei der barometrischen Höhen-