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1 (1830)
Entstehung
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Die stärksten Brandungen, welche theils aus einem Ucberstürzcn derWellen, theils durch das Zusammentreffen der zrirückgehenden Wel-len mit den anrückcnden hcrvorgchen, scheinen da statt zu finden,wo auf großen Meeren die hcrangcwälztc Wafscrmaffe einer sehr-breiten Welle sehr groß ist, und wo plötzlich ein minder tiefer Bodenden gleichmäßigen Fortgang dieser bis dahin ruhig verrückendenWasscrmasse hemmt; denn ein 10 Fuß hoher Wasscrberg, der einesehr breite Welle bildet, kann gewiß auf dem freien Meere, ohnesehr unangenehm bemerkt zu werden, fortgehcn, steigt er aber amUfer, plötzlich aufgchaltcn auf 20 Fuß, und stürzt wohl gar, durchein Felsenriff aufgchalten, schäumend von dieser Höhe herab, somuß seine Wirkung sehr zerstörend sein.

Diese Zurückwcrsung der Wellen bietet auch im Kleinen Gele-genheit zu merkwürdigen Experimenten dar. Die in schiefer Rich-tung an einen festen Gegenstand treffenden Wellen werden unter-eben dem Winkel zurückgcworfcn, unter welchem sie antrafen unddaraus cnrsteht ein von Weber schön dargcstelltes Phänomen, wel-ches man leicht mit reinem Quecksilber zeigen kann. Man nimmtein cylindrischcs Gesäß, dessen Querschnitt eine Ellipse ist, und laßteinen unaufhörlich fließenden feinen Strahl Quecksilbers so hinein-fallen, daß er so nahe, als möglich, den Brennpunct der Ellipsetrifft; dann durchschneiden sich die Wellen, die aus der Zurückwcr-fung der von diesem Brcnnpuncte ausgehenden Wellen entstehen,im zweiten Brennpuncte und stellen die Erscheinung, so wie dieFigur sie zeigt, (ch,F. 107.) dar. Hat man den Brennpunct nichtgenau getroffen, so sieht man dies an der mindern Regelmäßigkeitder Erscheinung und kann durch einiges Verrücken des einfallendcnStrahles leicht den richtigen Punct finden. I?iZ. 107. zeigt dieErscheinungen der sich durchkrcutzenden Wellen *).

H Diese Figur ist aus Web er's Wcllcnlchre (Lcipz. 1825 .) ent-lehnt; einem Buche, das den reichsten Stoff zu mannigfaltigen Beleh-rungen enthalt.