im Wasser verliert, zeigt genau an, wie viel Grane und Theile vonGranen ein Cubiczoll Wasser mehr wiegt, als ein Cubiczoll Lust.Ich brauche wohl nicht umständlich zu zeigen, daß der in Lust einge-tauchtc, von Lust umgebene Körper etwas weniger wiegt, als ec imluftleeren Raume wiegen würde, —- der Druck der Lust bringtebenso, wie der Druck des Wassers einen, wenn gleich wegen dergeringen Dichtigkeit der Lust nur kleinen Gewichtsverlust hervor,und auf diesen sollten wir immer Rücksicht nehmen, wenn wir daSGewicht eines Körpers- genau angeben wollen. Wenn wir auf dieseWeise das Gewicht eines Cubiczollcs Wasser ganz genau bestimmenwollen, so müssen wir aber nicht vergessen, daß jener Cubiczoll nichtbei jeder Warme ein genauer Cubiczoll bleibt, sondern bei steigenderErwarmung etwas größer wird, wir dürfen nicht vergessen, daß dasGewicht eines Cubiczolles Wasser nicht immer gleich ist, sonderndaß die Dichtigkeit des Wassers sich vom Gefrierpunkte bis in dieNahe des Siedepunktes um mehr als ^ ändert, und daher einPariser Cubiczoll Wasser bei v" Wärme 373,4 französische Grains,bei 8V" Reaum. kaum noch 358 Grains wiegt.
Da cs hier nicht meine Absicht sein kann, Ihnen Anleitungzu genauen Versuchen zu geben, so wird die eben gegebne Andeutungdessen, was zu so genauen Versuchen erforderlich wäre, wohl mehrals zureichend sein, und ich füge über das durch Abwägung zu be-stimmende Gewicht andrer"flüssiger Körper nur noch das hinzu, daßman aus dem Gewichtsverluste in Weingeist, in Oel, in Schwefel-säure , die specisischen Gewichte dieser Körper in Vergleichung gegendie des Wassers kennen lernen kann. Der in so verschiedenen Flüs-sigkeiten abzuwägcnde Körper muß freilich von allen diesen Flüssig-keiten nicht angegriffen werden. — Um das spccifische Gewicht desQuecksilbers zu finden, ist es am besten, cs in das oben erwähnteEimerchen zu thun, und im Wasser abgewogen, so wie einen festenKörper zu behandeln.
Aräometer.
Eine zweite Art, das spccifische Gewicht fester sowohl als flüssi-ger Körper zu bestimmen, geben uns die Aräometer oder Senk-waagen. Schwimmende Körper tauchen sich, wie ich schon erwähnthabe, in einer leichtern Flüssigkeit tiefer ein, und wenn man dem