Gewicht des auf 0° abgekühlten Wassers, das eben den Raum ein-nähme, finden. Das Anhängen von Luftbläschen muß man ver-hüten, denn da auch sie Wasser aus der Stelle treiben würden, soerhielte man eine größere Verminderung des Gewichtes, als maneigentlich erhalten sollte. ,
Wenn der feste Körper, den man abwagcn will, leichter alsWasser ist, so verbindet man ihn mit einem schwerem, damit er sichganz eintauche. Man könnte statt des vorhin betrachteten Körpersan der Waage ein Eimerchen von Glas oder Metall aufhängen,und nun nicht bloß das Gewicht dieses Gefäßes, sondern auch seinenGewichtsverlust im Wasser bestimmen; wird dann ein Stück Korkoder ein andrer leichter Körper in das Eimerchen gelegt und darin,etwa durch einen durchlöcherten Deckel des Eimers, festgehalten, sofindet man das Gewicht des in der Luft und des im Wasser abge-wognen Korkes. Um ein Beispiel zu geben, wiege das Ecfaßchcnvon Glas, dessen Drathdeckcl den hineingelcgtcn Körper sesthalt, inder Luft 35» Gran, im Wasser 25» Gran; man lege ein StückKork hinein, das 5» Gran wiegt, so daß das Eimerchen mit demKorke trocken in der Lust ein Gewicht von 400 Gran hat, so wird mandas mit dem Kork in Wasser eingptauchte Gefäß nur etwa 10» Granwiegend finden, und sagen, von den 300 Granen Gewichtsverlustkommen !v» auf das Gefäß, also 200 auf das Stück Kork, oderdas vom Kock aus der Stelle getriebene Wasser ist 20« Granschwer, 4mal so schwer als das Korkstück, dessen spccisisches Gewichtman also auf 0,25 oder auf ^ setzen würde.
Eben dieses Verfahren dient nun auch, das absolute Gewichteines Cubiczollcs eines flüssigen Körpers zu finden. Es ist zwaroffenbar, daß man dieses auch dadurch, daß man ein seinem innernRaume nach genau ausgemessenes Gesäß mit dem Flüssigen füllte,finden kann, indem die Abwägung dann unmittelbar das ergäbe,was man zu finden verlangt; aber cs ist bei Wasser und bei allenflüssigen Materien gar nicht leicht, ein Gefäß so damit zu füllen,daß diese Materie genau, im strengsten Sinne bis an den Randreiche, indem sic leicht geneigt ist, eine gewölbte oder eine hohleOberfläche zu bilden. Man bedient sich daher lieber eines mit großerSorgfalt aus Metall gearbeiteten soliden Cubiczollcs, den man inder Lust und dann im Wasser abwiegt; das Gewicht, welches er