Druckschrift 
1 (1830)
Entstehung
Seite
154
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geschehen, und hat der Schiffer seine Ladung in einem Seehafen,auf salzigem Wasser, abzuliefcrn, so findet das Schiff sich nicht mehrauf seine Marke geladen, weil'das schwerere Seewasser nicht in sogroßer Menge, als das leichtere Flußwasser aus der Stelle getriebenzu werden braucht, um eben fo viel als das Schiff mit seiner Ladungzu wiegen; der Empfänger der Ladung muß also zu beurtheilenwissen, wie viel dieser Unterschied betragen darf.

Zu einem belehrenden, gleichfalls hieher gehörenden Epperi-mente giebt die geringe Acndcrung Anlaß, welche die Dichtigkeitoder das specisische Gewicht des Wassers bei veränderter Warme lei-det. Wenn man hohle, ringsum verschlossene Glaskörper so aus-wählt, daß sie beinahe genau eben so schwer als Wasser sind, dochaber auf kaltem Wasser sich alle schwimmend erhalten, so sieht manbei einiger Erwarmung des Wassers zuerst die, welche am wenigstenleicht sind, hinabsinken, und nach und nach bei steigender Erwar-mung einen dieser Körper nach dem andern untergehen. Da sienämlich alle so gewählt sind, daß sie nur mit geringem Uebergewichtedes Druckes aus dem Wasser hervorgehoben werden, so braucht dasdurch hie Erwärmung sich ausdehnende, leichter werdende Wasser,nur wenig wärmer zu werden, um schon nicht mehr den zum Tragender Körperchen erforderlichen Gegendruck auszuübcn. Wenn mankeine Körperchen besitzt, die nahe genug das specisische Gewicht desWassers besitzen, um schon bei der Erwärmung unterzusinkcn, sokann mau durch Beimischung von Weingeist zum Wasser ihr Unter-sinken bewirken, doch dann gehört das Erpmment mehr in die Lehrevom Aräometer.

Zwölfte Vorlesung.

Bestimmung des speci fischen Gewichtes.

Schon neulich habe ich, m. h. H., öfters das ungleiche specisi-sche Gewicht der Körper erwähnt, ohne mich vollständig über dieArt, wie man es bestimmt, zu erklären. Wir sagen von einemKörper, er habe ein doppelt so großes specisisches Gewicht, als ein