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tendem kalten Nordostwinde und heiterm Himmel, darum Vorbo-ten warmer Witterung sind, weil sie anzeigen, daß der in großerHöhe vermnthlich immer im Winter statt findende warme südlicheStrom anfange, das Ucbergewicht zu erlangen und zu niedrigerenGegenden herabzukommcn *).
Die wechselnden Seewinde und Landwinde in den heißern Ge-genden der Erde erklären sich auch hieraus, indem am Tage in derheißesten Zeit die über dem Meere weniger erwärmte Luft in den un-tern Gegenden dem festen Lande zu strömt, statt daß während derNacht die über dem Lande zu einer Liefern Temperatur abgekühlteLuft sich nach dem Meere zu ergießt, wo die Luft während der Nachtwärmer bleibt.
Wiefern die bei Gewittern oft plötzlich entstehenden sehr kaltenWinde, die von der Gegend des Gewitters ausgehen, hieher gehö-ren, ist wohl noch nicht vollkommen aufgeklärt; es scheint aber, alsob eine durch uns nicht genau bekannte Ursachen erzeugte Kälte, dieja sogar große Hagelmafscn zum Gefrieren bringt, die Lust in derGegend der Wolke so sehr abkühlt, daß sie als schwerer sich durch dieumgebende wärmere Lust herabstürzt, und nach den eben angegebnenGesetzen seitwärts fließt. Einige andre meteorologische Phänomene,die auf ähnlichen Ursachen beruhen, muß ich übergehen, um nichtzu weit von dem Hauptgegenstande abzuschweifen.
Elfte Borlesung.
Auffallende Erscheinungen des Wasserdruckes.
Die Bestimmung' des von flüssigen Körpern ausgcübtenDruckes, m. h. H., bietet uns über manche schwierig scheinendeFragen und über manche unerwartete Erscheinungen Aufschlüsse dar.
') Ich habe dies vollständiger zu zeigen gesucht in den Unterhal-tungen sür Freunde der Physik und Astronomie. I. S. 148. Ueber dieUrsachen des im Sommer vorherrschenden Westwindes haben Schö-bt er, Schouw und KL mH sehr richtige Bemerkungen gemacht.Schwcigger's Journal 1828. 3. Heft.