Druckschrift 
1 (1830)
Entstehung
Seite
45
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entgegen setzt. Zwei Glasplatten nämlich, die wie OL, L(1(k,A. 27.) aufgestellt sind, tragen gewiß ein größeres Gewicht H,als sie thun würden, wenn der Winkel bei Ld' größer wäre, undebenso tragt auch die Wölbung äLL ein größeres Gewicht, als eSbei flacherer Wölbung, wo die einzelnen Theile »bunter wenigervorthcilhasten Richtungen Widerstand leisten, der Fall sein würde.

Bei der Fortschaffung oder Hebung von Lasten, bei der Be-wegung der Maschinen und in andern Fallen, kömmt diese Zerlegungder Kraft bald vorthcilhaft bald nachthcilig vor. Wenn die Last ül

I I.) auf dem horizontalen Boden sortgczogen werden soll, unddie Größe des Menschen oder Pferdes nicht wohl eine andre Rich-tung des Zuges als LL gestattet, so wird nicht die ganze Kraft desZuges zum Fortführcn der Last verwandt, sondern in dem Verhält-nisse, wie LII kleiner, als L 6, ist, wird die nützlich wirkende Kraftkleiner, als die aufgewandte Kraft, sein. Wenn man fLiA. 12.)das Rad L l) durch ein bei L angebrachtes Gewicht zur Umdrehungbringen wollte, so würde lange nicht das ganze Gewicht die Dre-hung bewirken. Das Gewicht nämlich bringt theils einen Druck aufden unterstützten Mittelpunkt ^ hervor und trägt theils zur Dre-hung bei. Betrüge das ganze Gewicht, nach der Richtung LL wir,kcnd, 10 Pfund, so müßte man, um die Größe jener beiden Wir-kungen zu beurthcilcn, 10 Theile Lk auf die Richtung der Schwer,kraft auftragen, ke senkrecht auf den Halbmesser des Rades ziehenund nun Le, vk messen; nach der Angabe der Figur sind diese Li-nien etwa und 3, und also sind es nur 3 Pfund Kraft, mitwelcher die Drehung befördert wird, denn 3 Pfund nach Lg und94 Pfund nach Le wirkend würden nach Lk einen Druck von 10Pfunden hcrvorbringen; cs kommen also nur 3 Pfund als nützlichwirkend in Betrachtung. So verhält es sich bei den Treträdern, woder Mensch in dem inneren Rande des Rades bis nach II hinauss-geht und durch sein Gewicht das Rad umtrcibt. Ebenso wirkt beiden oberfchlächtigen Wasserrädern das Gewicht des in den Kästenbefindlichen Wassers. Die Schwierigkeit, eine sehr große Last, einganzes Schiff zum Beispiel, zu heben, überwinden wir dadurch,daß wir die Last auf einer geneigten Ebne herauf ziehen. Hier isteine geringere Kraft zum Hinaufzichen nöthig, weil die Last L t) alsaus zwei Kräften ?8, ? k zusammengesetzt anzusehcn ist (L,A. 13.)