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1 (1830)
Entstehung
Seite
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sehen daher, daß der Zusammenhang der Thclle einer allmahligwirkenden Kraft besser widersteht, daß die Scitcnmitthcilung einernur auf wenige Thclle beschrankt wirkenden Kraft sich wirksamerzum Fortreißcn der nicht unmittelbar getroffenen Thclle zeigt, wenndie Kraft langsam und stetig wirkt; es ist, als ob diese Seitenmit-thcilung eine gewisse Zeit forderte, so daß bei sehr raschem Stoßedas Losreißen der Thclle schon erfolgt ist, ehe diese Seitenmitthei-lung eintreten konnte. Unzählige tägliche Erfahrungen beruhenhierauf. Ein scharf gefaltetes Papier kann nach der Richtung dieserFalte zerrissen werden; aber nur dann, wenn man mit einemschnellen Nisse die Thclle trennt, geht der Riß grade fort, undlangsam, Punct für Punct trennend, ist man der Gefahr seitwärtseinzureißen, weit mehr ausgesetzt.

Und so wie hier der Zweck durch eine schnelle Bewegung, nachsicher bestimmter Richtung ausgeführt, erreicht wird, so dient zuandern Zwecken eine recht langsame, vorsichtige Bewegung. Eineingerostetes Schloß soll geöffnet werden, und der Schlüssel, obgleicher richtig eingesteckt ist, laßt sich nicht drehen;> ein Ungeschicktersieht sich sogleich nach einem Verstärkungsmittcl seiner Kraft, einedurch den obern Ring zu steckende Stange und dergleichen um,wendet rasch alle Gewalt an, und bricht den Bart des Schlüsselsab; der Schlosser dagegen, oder wer auch nur mit Schlössern umzu-gehen weiß, saßt den Schlüssel leise, drängt langsam vorwärts,verstärkt recht langsam seine Kraft, und erreicht dadurch seinenZweck.> Man will eine verhältnißmäßig schwere Last an einemziemlich schwachen Faden oder Seile fortziehen;> es gelingt viel-leicht bei recht langsam und stetig vermehrter Kraft, aber der Fadenreißt, wenn man die Last mit einem Stoße auf einmal in Bewe-gung setzen will.

Diese ungleiche Einwirkung einer plötzlich wirkenden und einerlangsam andrängenden Kraft zeigt sich auch in einigen Erscheinun-gen, die sich beim Stcinesprengen und beim schnellen Reibenweichen Eisens an Glas oder Stahl darbieten. Es ist bekannt,daß man beim Absprengen der Steinmassen vom natürlichen FelSoder beim Zersprengen einzelner Steine sich des Schießpulvers sobedient, daß man cylindrische Löcher so tief, als man es nachMaaßgabe der abzusprengenden Stücke nöthig findet, einbohrt, sie