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fängt, oder noch und nach von seiner vorigen Richtung abweichend,eine krumme Linie durchläuft. Er durchläuft diesen Weg mit irgendeiner Geschwindigkeit, und bekanntlich nennen wir diejenigeGeschwindigkeit doppelt so groß, bei welcher, der Punct in derselbenZeit den doppelten Raum durchläuft, und eben jene gleichmäßigeZunahme des Weges in gleichen Zeiten dient uns als Maaß der Ge-schwindigkeit. Auch'der Ausdruck: daß die Geschwindigkeit dem ingleichen Zeiten durchlaufenen Wege proportional sei, ist hierausdeutlich, und ebenso daß die zum Durchlaufen eines bestimmtenWeges erforderliche Zeit, der Geschwindigkeit umgekehrt proportionalist; denn der doppelt so schnell bewegte Körper gebraucht für ebenden Raum nur halb so viel Zeit, der dreimal so schnell bewegtebraucht nur ein Drittel der Zeit u- s- w- — und dieses will eben derAusdruck: umgekehrt proportional, sagen.
Etwas schwieriger ist die Beantwortung der Frage, wie mandenn die Größe derjenigen Geschwindigkeiten bestimmt, die nicht,längere Zeit durch, ungeändert bleiben. Bei der gleichförmi-gen Bewegung ist die Geschwindigkeit immer unverändert, undan diese denken wir, wenn wir etwa von der Geschwindigkeit desWindes, die bei Stürmen 100 Fuß in der Secunde und noch mehrbetragen kann, von der Geschwindigkeit des englischen RennpferdesStirling, das zu Anfang seines Laufes 82^ Fuß in einer Sekundezurücklegte *), von der Geschwindigkeit der Erde in ihrer Bahn, die— 93700 pariser Fuß in einer Secunde ist, reden; aber der freifallende Stein zeigt uns, je tiefer er gefallen ist, desto mächtigereWirkungen, und giebt uns so eine mit dem liefern Falle immergrößer werdende Geschwindigkeit zu erkennen; wir fragen daher mitRecht, wie wir hier den Begriff der in irgend einem Augenblickestatt findenden Geschwindigkeit klar auffassen sollen. Da es erst inder Folge mir möglich sein wird, durch Experimente Ihnen zu zeigen,daß wir gar wohl in gewissen Fällen im Stande sind, die Beschleu-nigung der Bewegung zu unterbrechen , das heißt, zu bewirken, daßdie bis dahin fortwährend schneller werdende Bewegung nun nurdiejenige Geschwindigkeit ohne weitere Vermehrung behält, welche
') Blumenbach'S Handbuch der Naturgeschichte, beider Beschr.des Pferdes.