Druckschrift 
1 (1830)
Entstehung
Seite
25
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Stahl beim Härten, so kann man den Stahlcylinder in dem hoh-len Cylinder lassen, sie zusammen erhitzen und schnell abkühlen;dann wird der Stahl so fest eingetrieben sein, als ob er mit Ge-walt in einen zu engen Cylinder getrieben wäre.- Daß aber auchgeringe Aenderung der Bestandtheile den Grad der Festigkeit undHarte sehr andern kann, haben Faraday und Stodart durchviele Versuche gezeigt, wo zum Beispiel eine Beimischung vonSilber zum Stahl diesem eine ungemeine Harte und Vorzüglichkeitgab *).

Dritte Vorlesung.

Bewegung und Ruhe. Absolute und relativeBewegung.

Schon in den Betrachtungen, m. h. H., womit ich Sie neu-lich unterhielt, konnte ich es mehrmals nicht vermeiden, von einerAenderung in der Lage der Körpertheilchcn und von Ursachen, welchediese Aenderung bewirken, zu reden; aber was dort nur obenhinangedeutet zu werden brauchte, verdient eine gründlichere Ueberle-gung, und die Fragen, wiefern Beweglichkeit eine nothwendigeEigenschaft der Körper sei, was Ruhe und Bewegung heißt,und wie sie entsteht, oder, einmal entstanden, fortdauert, dieseFragen sollen uns jetzt beschäftigen.

Jeder Körper nimmt einen Raum ein, aber er bleibt nichtimmerfort in demselben Orte, sondern kann seine Stelle andern, erist also beweglich. Er ruhet so lange er an demselben Orte ver-harret, er bewegt sich, wenn er, in nach einander folgenden Augen-blicken, in einen andern Ort hinübertritt, einen gewissen Wegdurchläuft, seine Lage im Raume ändert. Wir sind gewöhnlich ge-neigt , die Entscheidung, ob ein Körper sich bewege oder ruhe, fürziemlich leicht zu halten; aber selbst alltägliche Erfahrungen können

*) Karstens Eisenhüttenkunde, i. 320. Biots Lehrbuch derExperim. Phys. i. 390. Ueber die Verfertigung elastischer, luftdichterRöhren aus Fcdcrharz. s. Faraday elwmioal mauigulalion. §.416.