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1 (1830)
Entstehung
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Erste Borlesung.

Einleitung.

8§enn wir, meine hochgeehrten Herren, die uns umgebendeNatur anblicken, wenn wir die mannigfaltigen Erscheinungen,welche in unaufhörlichem Wechsel vor uns vorübergehen, wahr-nehmen, wenn wir darauf achten, wie fast kein Augenblick unfersLebens vorbcigeht, der uns nicht zu der Frage auffordcrt, woheralle diese Erscheinungen entstehen, welcher Zusammenhang zwischenihnen statt findet, aus welchen Ursachen sie hervorgehen: sodrängt sich uns gewiß die Ueberzeugung auf, daß die Natur-kunde, das ist diejenige Wissenschaft, welche uns über alle Er-scheinungen der Natur näher unterrichten soll, nicht bloß eineunendlich reichhaltige Wissenschaft, sondern auch eine der wichtig-sten und anziehendsten Wissenschaften sein muß. Reichhaltig,weil sie ja das unermeßliche Gebiet alles dessen, was die Sinncn-wclt uns wahrzunehmen darbietet, umfaßt, weil sie in diesemanscheinend regellosen Gewirre unendlich mannigfaltiger Verän-derungen, Ordnung und Gesetze auffinden soll; wichtig, weil sieuns die Mittel lehren muß, um die Gefahren abznwenden, mitdenen die feindlich uns umgebenden Kräfte der Natur uns be-drohen, weil sie uns die Regeln angeben muß, wie wir dieseNatnrkräfte zu unsecm Nutzen anwendcn können; anziehend, denGeist erheiternd und erhebend, weil wir gewiß alle die Bestim-mung in uns fühlen, den Schauplatz, ans welchen eine höhereWeisheit uns geführt hat, kennen zu lernen, an dieser Kenntnisdie uns verliehenen Geisteskräfte zu üben und zu stärken, unddurch eine weise Herrschaft über die Natur, so weit sie uns zuerlangen gestattet ist, einen wichtigen Theil uissrer irdischen Be-stimmung zu erfüllen.

I.

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