Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
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Guam stellt sich in zweien, durch ihre geognostische Be-schaffenheit wesentlich verschiedenen Hälften dar. Die nörd-liche, im Allgemeinen eben, bildet ein Plateau von Madre-poren-Kalk; die südliche ist sehr bergicht, die einzelnenIlölien, steil gegen die Küste abfallend, senken sich mehrallmählich nach dem Innern. Hier zeugen alle Berge undHügel für die Wirkung unterirdischer Feuer; einige dersel-ben bestehen bloss aus Laven und aus vulkanischen Konglo-meraten oder Tuffen.

S. Ygnacio de Agagna, die Hauptstadt, liegt unmittelbaram Meere und am Fusse eines Felsen, der, etwa 100 Fusshoch und mit senkrechtem Gehänge gegen N., fast ganzdurch Madreporen-Kalk gebildet wird. In einer Meile Ent-fernung von der Stadt erhebt sich eine ähnliche Bergmasse,aus welcher die Madreporen sich jedoch allmählich verlieren;das Gestein wird körnig, rein weiss, Marmor-artig. Weitergegen S., höhere Berge von Kegel-Gestalt, die keine zu-sammenhängende Ketten mit entschiedenem Streichen bilden,obwohl ihre Hauptmasse sich aus O. nach W. zu erstreckenscheint und die Tiefthäler, durch welche die Höhen geschie-den werden, ohne Ausnahme gegen das Meer sich öffnen.Hier sieht man überall die augenfälligsten Beweise vulkani-scher Thätigkeit. Röthliche Tuffe, auf deren OberflächeBlöcke und Kugeln fester Laven sehr verschieden an Grösse,zerstreut sind; auch ganze Lagen gebrannten mergeligenKalkes, die emporgehoben und nach allen Richtungen ge-waltsam geschleudert worden, bedeken hin und wieder jeneTrümmer-Gebilde. Auf den abgeplatteten Gipfeln einigervulkanischen Berge steigen kleine Kegel empor von erdigerrother Substanz zusammengesezt; Alles ist jedoch in demGrade zersezt, dass man über die bestandenen Grundformennicht zu urtheilen, dass man nicht zu unterscheiden vermag,ob hier vormals die Mündungen ausströmender Dämpfe ge-wesen. In der Nähe dieser Kegel werden ldeselige Nierengefunden, die ldeine Eehiniten enthalten und Bruchstücke