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Memoire über die Gefangenschaft der Frau Herzogin von Berry
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Was wird man mit der Prinzessin, deren Sacheich mit mehr Eifer als Talent vcrthcidigt habe, machen.Man versichert, daß sich Monarchen für sie intcrcssircn.Jedoch zweifle ich an dem Erfolge einer Intervention.Hat vielleicht die Diplomatie durch ein heftiges Einschrei-ten eine Bitte gewagt? Vielleicht sind Einige in ihrerKühnheit fo weit gegangen, zn bitten, daß man dieGefangene gnt behandle, daß man ihr sogar Bücher,Musik, Bleistifte schicke, wenn dies mit der Sicherheitdes Staates verträglich ist.

Es sind in den Sonveraincn zwei Naturen, diemenschliche und die fürstliche; die erstcre, oft vortrefflich,wird zu oft durch die zweite ncutralisirt. Ehren undbewahren wir das Königthum, sterben wir für dasselbe,weil es, wie man sagt, die Quelle der Ordnung ist;aber nehmen wir nur die Könige für das, was sie alsKönige vermögen und wcrth sind.

Jene Monarchie, die in Europa legitim ist, unterstütztmit den Waffen in der Hand die Vollziehung der Legitimi-tät in der Citadclle von Antwerpen und im Schlossevon Blaye; dieselbe Monarchie ist in Frankreich demo-kratisch, und hat mit den Waffen in der Hand die Ver-wirklichung des populären Prinzips zn Warschau undBologna unterstützt. Ueberall gleiche Fehler, welche analogeWirkungen erzeugen; mit solch einer Politik wird man