Ist die Noachische Fluch durch einen Kometenentstanden?
Der berühmte Whiston hat es behauptet und dieganze gelehrte und ungelehrte Welt nahm diese Behauptung *mit einem Beifalle auf, den nur selten irgend ein Ausspruchunserer Philosophen erlebt hat. Es wird daher nicht unrechtseyn, ihm hier auch einige Worte zu widmen.
William Whiston (geb. 1667) zeichnete sich durchseltene mathematische Talente aus, so daß ihn Newtonselbst zu seinem Nachfolger als Professor der Mathematik ander Universität zu Cambridge empfahl, wo er der allgemeinenAchtung seiner Zeitgenossen sich erfreute, bis ihm i. I. >708theologische Streitigkeiten sein Amt und seine Ruhe raubten.
Er starb gemißachtet und arm i. I. >765. Unter seinen vie-len Schriften zeichnen sich besonders die beiden folgendenaus: ^stvonomioal prinoiplos ol veligioii ugtursl guckrevesleck und Uioorio ol tlle Lomli. Das letzte
ist es, dessen Inhalt uns hier einige Augenblicke beschäftigensoll; eS erlebte noch zur Zeit des Verfassers viele Auflagenund einen allgemeinen Beifall.
Er unternimmt es, in diesem Werke zu beweisen, daßdie N 0 a ch i sche Fluth durch einen Kometen, und zwar durchdenselben großen Kometen von »68o entstanden ist, welchenwir schon öfter angeführt haben. Indem er in die Geschichteder Erscheinungen dieser Himmelskörper zurückging, fand erfür das Jahr nob einen andern großen Kometen verzeichnet,von dem die Chronik sagt, daß er wie eine helllodernde Fackelmit einem Ungeheuern Schweife ansgesehen habe. Einesdritten, vomJahre 53 i, erwähnen die byzantinischen Schrift-steller, tetrge er llorionckge mgAniluckinis , mit panischemSchrecken. Einen vierten sehr großen Kometen endlich fander für das Jahr 48 vor Christi verzeichnet, denselben, derunmittelbar nach Casars Tode erschien, und dessen wir