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Bericht der Haupt-Verwaltung der Staats-Schulden, über ihre Geschäftsführung seit 1820
Entstehung
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10
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Ucbcrtrag.....

dcs oben angegebenen außerordentlicher: Bedarfs benutzt wor-den sind, weil ein gleicher Betrag zu ihrer Abbürdnng hatherbeigcschafft werden müssen; nur derjenige Thcil derselben,über welchen die Darleiher Staats-Schuldscheine angenom-men haben, kann mit seinem, solchergestalt auf den Staats-

Schulden-Etat übergegangcnen Betrage von.

hier ausgcworfen werden.

Erst spater öffneten sich noch andere außergewöhnlicheHülfsguellen, zum großen Thcile Früchte eines ruhmwürdigcnFriedens:

Aus den Abrechnungen mit befreundeten Machten,wegen gegenseitiger Truppen-Vcrpflegung und gelieferter Kriegs-Bedürfnisse und anderer Ansprüche, gingen zusammen ein.. .

An Krieges - Contributioncn, Nevenücn - Bezügen,Truppen-Vcrpflegung rc. in feindlichen Landern sind in Auf-rechnung zu stellen zusammen etwa.

und da ferner aus dem Verkaufe von Domainen und sakulari-sirten Gütern, aus Ablösungen von Gefallen u. s. w., biszum Schlüsse des Jahres 1819. in die Staats-Kasse geflossen

sind.

so crgicbt sich eine Gcsammt-Einnahme an außerordentlichenMitteln, nach Abzug der bedeutenden Ncmittirungs-Kosten:c.

23,541,786Ntl. 1 sgr. 2pf.

897,650 - - - - -

50,269,528 - - - - -

65,500,000 - - -

25,318,324 - 19 - 8 -

von. 165,527,288 Ntl. 20 sgr. lO pf.

Die Summe der außerordentlichen Erfordernisse betrug oben 287,644,388 - 24 - -

Anderweitig haben also noch.122,117,lOORtl. 3sgr. 2pf.

gedeckt werden müssen.

Diese Deckung aus den eigenen Mitteln des Landes zu beschaffen, konnte bei demdamaligen Zustande desselben nicht für möglich gehalten werden. Sic war von einer Bevölke-rung nicht zu erschwingen, welche in einem Zeiträume von 8 Jahren, außergewöhnliche Lastenbis zum Wertste von ungefähr

330,000,000 Thaler

und, wenn davon auch etwa 130,000,000 Thaler abgerechnet werden, welche als Vcrgüti-gung auf ihre Leistungen in das Privat-Vermögen, wiewohl größtcnthcils erst späterhin zurück-geflossen seyn mögen, doch noch wenigstens 200,000,000 Thaler auf außergewöhnlicheWeise dargcbracht, aufgewcndct und verloren hatte.

Mußte daher von neuen außerordentlichen Auflagen abgesehen werden, und ließ sichauch von Anleihen im Lande selbst, aus demselben Grunde ein bedeutender Erfolg nichterwarten; so blieb nichts übrig, als die-Geldmittel dcs Auslandes in Anspruch zu nehmen, 'um durch eine einzige größere Operation alle die kleinen Engagements zu lösen, deren kurzeFristen sonst, immer wicdcrkehrend, neue Kosten verursacht haben würden.

Außerdem bedurfte es aber, als Euer Königliche Majestät die Aufstellung einesumfassenden Staatsschulden-Etats auzubcfchlcn geruht hatten, noch einer bedeutenden Aus-gabe von Staatsschuld-Effekten, um das Fehlende herbeizuschaffcn, und durch Saldirung desaußerordentlichen Bedarfs die Möglichkeit eines festen Staats-Haushalts-Etats herbeizuführen.