Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
339
Einzelbild herunterladen
 

330

Thür sc in cs Gemachs und wer beschreibt die Be-stürzung Ahasja's, als er den Gegenstand seinesHasscS selbst, den Mann mit der rauben Haut unddem ledernen Gürtel, in ernster, majestätischer Hal-tung seinem ?agcr sich nahen sieht. Schweigendtritt Elias vor ihn hin, als ob er zu ihm sagenwollte: "Nun, hier hast du mich! was willst dumir?" Aber der König, wie erstarrt von dem Bli-cke, womit der Thisbitcr ihn ansicht, schlägt zähne-knirschend und verstummend die Augen nieder. Tau-send Flüche wälzen sich durch seine Seele wider denVerhaßten, und das blutdürstige Herz lodert vonGrimm und Mordbrgier; aber die Zunge ist ihmplötzlich wie gelähmt, und die Glieder liegen wiedurch einen Zanberschlag in unsichtbaren Ketten.Entsetzlich ist cs ihm, und mehr als eine Hölle, inder Gegenwart seines verabscheuten Widersachersmit einem Male seines Mnthcs sich beraubt zusehen, und wider Willen die Ucbcrlegenheit diesesFeindes fühlen zu müssen. Aber wie er sich müht,cs gelingt ihm nicht, das Gefühl seiner Ohnmachtzu überwältigen, und durch die unsichtbaren Schran-ken, die ihm gesetzt sind, mit seiner Wuth hindnrch-znbrcchen. Wie ein Besessener wendet er sich inseinem Bette herum, und eine ewige Seligkeit hätteer in diesem Momente mit Freuden preis gcgcben,wenn er damit einen zerschmetternden Blitzstrahlfür das Haupt Eliä hätte erkaufen können.

So hatte denn der Prophet seinen königlichen

W*