Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
340
Einzelbild herunterladen
 

Gegner wie eine Beute völlig in seiner Geweilt, undnichts stand ihm im Wege, um dem Ruchlosen sei-nen Haß und seine Verfolgungen nach Herzenslustans den Kopf zu vergelten. Ader nein! kein hartesWort, keine trinmphircndc Solde kommt aus seinemMunde. Elias weiß, daß er in dem gottvergessenenManne nichtsdestoweniger seinen Monarchen undeinen Gesalbten des Herrn vor sich habe, und dassollte ihm nicht widerfahren, an einem solchen mitWort oder That sich zu vergreifen, und dadurchden Greuel der antichristischen Zeit auf sich zu la-den, in welcher man die Majestäten lästernwird. Elias weiß, daß die Krone heilig sey, undso sehen wir ihn, selbst einem Ahasja gegenüber, inkeinerlei Weise die Ehrerbietung verletzen, die derköniglichen Würde als solcher gebühret. Er betrach-tet sich nur als den Mund JehovahS, und schiebtdie eigene Persönlichkeit ganz bei Seite. Er hältsich streng und pünktlich an den Buchstaben der vonseinem Herrn ihm übertragenen Botschaft, und olmcein Iota davon oder dazu zu thun, spricht er zumKönige ernst und gemessen: "So spricht der Herr:Darum, daß du hast Boten hingcsandt, und lassenfragen Baal-Sebttb, den Gott zu Ekron, als wärekein Gott in Israel, deß Wort man fragen mögte:so sollst du von dem Bette, darauf du dich gelegethast, nicht hcrabkommen, sondern sollst des TodeSsterben!" Elias sprach's, und ging. Aber dasWort, das er gesprochen, blieb im königlichen Ge,