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2 (1831)
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und verzehre sie, wie Elias that!" Aber was sagtder Herr? Sic bedeutend, daß sic in diesem ihremBegehren ganz das Charakteristische ihrer Zeit undihres Berufes vcrkcnnctcn, spricht er zu ihnen:»Wisset ihr nicht, welches Geistes Kinder ihr scyd?"Des Menschcnsohn ist nicht gekommen, der MenschenSeelen zu verderben, sondern zu erhalten!" TieTage der Strenge, wollte er sagen, sind vorüber;die der Milde hcreingebrochcn. Nicht der Zucht-mcistcr von Sinai führt mehr das Regiment, son-dern die Geduld und die Liebe. Elias war ein He-rold der göttlichen Heiligkeit, und so mußte er er-scheinen mit Blitzen und Donnern auf der Lippe.Ihr scyd Boten der Gnade, die mit dem Evange-lium von der Leutseligkeit Gottes die Herzen derSünder gewinnen sollen; und so ziemt cs sich füreuch, daß eure Füße lieblich scpcn auf den Bergen. Wie es fortan auch in der Geduld schon, wo-mit die Gefäße des Zorns getragen werden, anden Tag kommen soll, daß eine durchgrabenc Handdas Sceptcr der Weltregicrung führe, und einFreund der Sünder auf dem Stuhl der Herr-schaft sitze, so soll sich auch in der ncutcstamcutlichenKirche auf eine wcsenhafte Weise ein getreues Spie-gelbild des sanften und geduldigen Lämmleins ma-len, in dessen Blute sie rein geworden, und dasdurch Stillescyn und Dulden zur Herrlichkeit ging.Das holdselige Bildniß des freundlichen Mcnschen-sohncs soll allewege in seinen Gliedern erschaut wer-