Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
329
Einzelbild herunterladen
 

329

wer der Mann ist, wider den er mit der Gewaltder Waffen an will. Er hat die großen Thatcn ge-sehen, womit Jchovah diesen seinen Herold legiti-mirtc. Es ist ihm bekannt, wie Gott der Stimmedieses Mannes gehorcht, und wie dieser gewaltigeHeld den Allmächtigen selbst zu seinem Verbündetenhat, und wie ihm alle Blitze, Donner und Feuer-flammen des Himmels zu Gebote stehen. Aber dasAlles hält ihn nicht ab, den Kampf mit ihm zuwage», und also in ihm dem Herrn aller Herren denKrieg zu erklären. So macht die Gottlosigkeit ihnrasend, und die Ficbcrglnth seines Ingrimms ver-rückt ihm die Sinne. Eine Hand voll Stoppelnwill mit dem Feuer kämpfen, und ein Ncbelstrcifsagt dem Sturme die Fehde an. Man sicht's, mitnatürlichen Dingen gcht's hier nicht mehr zu. Ucberder Seele dieses unsinnigen Frevlers lagert schonkräftiger Jrrthum, und in seinem satanischen Trotzesind die Schauer der Verstockung schon nicht mehrzu verkennen.

Der Hanptmann hat mit seinen fünfzig Söld-lingen sich ausgemacht, und cs währt nicht lange,so ist der Feind gefunden. Auf der Höhe eines Ber-ges, wahrscheinlich des Carmel, treffen sie den Pro-pheten. Da saß er, einsam und stille, und in heiligenBetrachtungen versunken. Aber wie ein König saßer da auf seinem Throne, sicher in seinem Gott undmit einer unsichtbaren Wagenburg Umschlägen. Undwie er aufblickt, der wunderbare Held, da sicht er

28