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Seele in's Netz führen, daß ich crtödtet werde?"Hört, welche beschämende Weckstimme für Saul!Welch eine Mahnung an das Greuliche seines Be-ginnens! Aber er zerreißt mit unverschämter Stirndie Hemmkette, die durch dieses Wort der Zauberinihm vorgezogcn wird, und haust Frevel auf Frevel.Er schwört dem Weibe bei dem lebendigen Gort:"So wahr der Herr lebt, cs soll dir dies nicht zurMissethat gerathcn!" Ist cs nicht entsetzlich?! Aberso springt der natürliche Mensch mit dem GesetzeGottes um, wirft sich zum Herrn über dasselbe ans,erweitcrt's, schwächt cs, verdreht cs, oder hebt csans, wie cs ihm genehm und seinem Fleische er-sprießlich ist. — Die Todtenbeschwörcrin, durch dieWorte ihres Gastes beruhigt, spricht zu ihm: "Wettsoll ich dir denn hcranfbringcn?" — "Bringe mirSamuel herauf," antwortet der König. Es ist aus-fallend, daß er grade diesen Mann zu sprechen be-gehrt, den er doch fast nur aus Fluch- und Dou-ncrwortcn kannte. Aber dieser Mann, das wußteer, vermogte viel. Dieser Mann hatte bei seinenLebzeiten mit dem Gebete seines Mundes Heere ge-schlagen, die keine Waffengewalt bezwingen konnte.Dieser Mann war cs auch, der ihm den Sturz sei-nes Thrones ungesagt hatte. Ta dachte nun derKönig, wenn er die vielen Beleidigungen, die erdiesem Manne zngcfügt hatte, jetzt noch durch Be-zeugungen der Ehrerbietung wieder gut machte, sowerde er vielleicht die Zurücknahme jener Drohung