Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
304
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das nicht an!" und bemühen sich, in solchen Wegenwer weiß zu was für Staffeln hinaufzuklimmen.Hier Stunden- und Stationen-Beter, Andächtigenach der Uhr, Kirchen- und Sonntags-Heilige undvorsichtige Regel-Leute, die mit Wonne sich zu Bettelegen, wenn sie Abends ihr religiöses Tags-Regle,ment durchlaufen, und siche, cs ist Alles pünkt-lich gehalten; da vom Worte Gottes verschlageneTräumer, die in allerlei äußerlichen Gcbchrdcn, imStillcscyn, im Schweigen, in mancherlei Enthaltun-gen u. dgl. ihre Herrlichkeit suchen, und lieber heuteschon als morgen dafür angesehen sepn mögten, alshabe der heilige Geist nunmehr daS letzte Fleckchenvon Sünde aus ihnen hinwcggenommen. Alle dieseLeute trachten nach einer eigenen Vollkommenheit,und Alle befinden sich auf einem schrecklichen Irr-wege. Ihnen Allen sind die Augen gehalten, undsic kennen Alle weder die Tiefe ihres Verderbens,noch die Heiligkeit Gottes. "Jedes Gelüste, sagtJemand, für sich selber besser werden zu wollen, istnichts anders, als ein Funke eines höllischen Auf-ruhrs gegen Gott." "Fände ich je, schreibt eineandere Feder, meine Seele in einer andern Gerech-tigkeit ruhen, als in der geschenkten Gerechtigkeitmeines Priesters, so wäre ich der Erste, der denStab ihr bräche und sie verdammte." Freilich sol-len wir schmachten, der Sünde opne zu werden,aber nicht für uns und durch uns, sondern durchGottes Gnade und zu Gottes Preise. Das Arme-