du Wurm am Staube, und damit Er dich mit sichverglichen! könne in Seiner Herrlichkeit, darumverglicdcrtc Er sich mit dir in deinem Tode. DeineSünden ließ Er sich in die Rechnung schreiben,um Seine Tugenden auf dich zu legen; unter dei-nem Fluche ließ Er sich zermalmen, um dich inSeine Rechte cinzusetzcu. Siche, das that Er dirzu gute. Was dünkt dich nun; sollte Er zu vielvon dir begehren mit der Bitte: »Vergiß meinnicht!»? — — Und er bittet nur! — O meinGott! — so zermalmt kein Donnerschlag, wie dieseBitte: »Vergiß mein nicht!»
»Vergiß mein nicht!» An jeden Einzelnenunter uns ergeht dieser Zuruf. O daß er offneOhren, offne Herzen fände. Siche, du kanntestIhn schon einmal, mein Bruder, oder standest Ihmdoch schon nahe; aber jetzt magst du Ihn nichtmehr kennen. Ach schaue auf; da steht Er vor dir,du abtrünniges Kind, und blickt dich schmerzlich an.Hast Ihm schon einmal an der Brust gelegen, undbuhlst nun wieder mit der Welt; aßest Himmclbrodaus Seinen Händen, und magst jetzt wieder Trä,bcrn essen mit den Säuen. Da steht Er vor dir,und cs ist, als wollte Sein Blick dich fragen:»Kennst du mich noch?» Ach höre, höre nur; Erbittet: »Vergiß mein nicht!» Treuloser, sinke zu-rück in Seine Arme, an Sein Herz, und zerfließein Thränen. — Und du, o gedenke, was Er nichtAlles dir gcthan hat von Jugend auf; wie Er dich