in der Modcsprachc unserer Zeit ein Brandmal.Ter Ansland verbietet, selbst Seinen Namen zunennen. Das gesellige Leben bat den Herrn derHerrlichkeit als einen Frcudcnstörer ausgeworfcn.Tie Wissenschaft nimmt kaum eine ernste Notizmehr von Ihm. Tie Kunst weihet ihre Farbenund Töne andern Göttern, und die meisten Schrif-ten und Bücher, welche die Welt durcbziehcn,schreien, an keinen Hahneiirnf sich störend: »Ichkenne diesen Menschen nicht!"
Also Grund genug für den Heiligen Israels zuder wchmüthigen Bitte: »Vergiß mein nicht!» Undob Er auch ein Recht zu dieser Bitte habe, und ge-gründeten Anspruch auf das Angedenken unsererLiebe, — wer will das bezweifeln? — Siche, dasteht er vor dir, ein Mann der Schmerzen ohneGleichen, das blutbcflossene Haupt mit Torncn ge-krönt, die heiligen Glieder eine Wunde. Tn weißtja, denk' ich, was das zu bedeuten hat. So sahEr nicht immer ans. Er war ein großer und rei-cher Herr, reich und herrlich, wie Gott, und be-durfte dein so wenig, wie mein. Aber wnndcrsain!in Seiner Brust entzündete sich eine Opfcrflamme,aus sich selber, — die freie Sündcrliebc, in der Erseine Selbständigkeit, in einem gewissen Sinne auf-gab, um kein Ganzes mehr zu sepn für sich, son-dern nur ein Thcil des Ganzen, ein Haupt, underst — o staunet ihr Himmel! — durch uns sichzu ergänzen. Darum ist Er dein Bruder worden.