Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
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im engcrcn und biblischen Sinne dieses Wortes ge-wesen seyen, der würde doch in unzähligen Fällenuns jenen Gnaden-Erweisungcn des Himmels zu vielgeschlossen haben. Auch unter uns gicbt cs Men-schen, die wir zu den Wiedergcbornen, und alsoauch zu den Kindern Gottes nicht zählen dürfen;aber sie halten cs doch mit der Sache des Evange-liums und dem Bekenntnisse der Wahrheit; sie füh-ren ein gewisses gottesdienstliches Leben mit Betenund Bücken vor dem hohen Gott; eine gewisseFurcht des Allmächtigen leitet ihren Gang, undeine rege Thätigkcit für die Angelegenheiten SeinesReiches stellt sic, dem äußern Anscheine nach, indie Reihe der lebendigsten Christen. Und siehe, Gottsegnet ihr Haus, und es geht ihnen wohl; sic genie-ßen die Liebe und Achtung aller Gutgesinnten, undihre Unternehmungen haben einen gedeihlichen Fort-gang. Nun bewahre aber der Herr diese liebenLeute, daß sie aus jenen Umständen nicht die Fol-gerung ziehen, als seyen sie wirklich schon in derZahl der Heiligen, und dem Gemcinlcin der Ge-rechten wesentlich einverlcibt. Ach, welch ein un-seliger Trugschluß wäre das! Nein, Gott segnetsie nur, um auch sie, ob sie gleich nicht viel mehr,als nur den Schein des göttlichen Lebens haben,für Andere als lebendige Zeugen hinzustcllcn, daßEr es mit denen halte, die es halten mit Ihm undSeinem Dienst, und daß die Wege der Gottesfurchtauch die des Wohlstandes und des Segens seyen.