vor mir bücket? Wcil cr sich mm vor mir bücket,will ich das Unglück nicht ciuführen bei seinem Le-ben; aber bei seines Sohnes Leben will ich Unglücküber sein Haus führen." Also ein Verschnb, eineZurückstellung; aber kein Widerruf, keine Zurück-nahme der Gerichte. Ter Baun blieb liegen aufAhab und seinem Hause. Aber auch schon diesesNücksichtnehmcn Gottes auf eine Buße, die doch insich so wenig Werth hatte, dieses Verschonen, daßder König die Entladung aller der Wetter, die überseinem Haupte hingen, nicht erleben sollte, wareine große Herablassung und Gnade. Warum je-doch, höre ich fragen, wenn cs mit dem BückenAhabs so wenig ans sich hatte, nahm der Herrüberhaupt eine solche Rücksicht? — Ich antworte:cr that cs, um sowol dem Könige selbst, als seinerUmgebung, die ihn in der jämmerlichen, gcängstig-tcn Büßergestalt umhcrschlcichcn sah, durch ein leben-diges Ercmpel die Wahrheit tief in's Herz zu drü-cken, daß allerdings das Selbstgcricht und die De-müthigung vor Seinem Thron der Weg sep, aufwelchem man seinen Gerichten und Flüchen entrin-nen und zu Seiner Gnade gelangen könne. Wieman einem Anfänger in irgend einer Kunst oderHandwerk beim ersten, glücklichen Griff, der ihmgelingt, — mögte dieser Griff von der Vollkommen-heit auch noch so weit entfernt sepn, — ermunterndzuruft: »Recht so! nur weiter; so ist's gemeint, sowird es gehen!» so müssen wir auch das Verscho-
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