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2 (1831)
Entstehung
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ßen des Allmächtigen im Staube liegt. Noch stehtseine Seele wider das Gesetz, und die Angst seinesGewissens erlaubt ihm nicht, seine Augen zu demHerrn aufzuhebcn; siche, da wirft die Sonne desneuen Testaments ihre ersten Strahlen in seineNacht, das Kreuz erscheint zwischen den Wolken sei-ner Aengstc, das Saitenspiel des Evangeliums wirdvor seinem Ohre gerührt, und nun gebt nur Acht,welch eine wundervolle Veränderung alsobald in sei-nem ganzen Wesen sich offenbaren wird. Er hört,daß Hülfe und Erlösung für ihn vorhanden scy; hört,daß der Vater zu seiner Rettung Sein cingeborncsKind in die Welt gesendet; hört, daß dieser Heiligeseine Sünden auf sich genommen; hört, daß Er siegebüßt, die verdiente Strafe dafür getragen, denZorn Gottes an des Sünders Statt erduldet, unddiesem dadurch wie im Herzen des Vaters, so imReich der Herrlichkeit eine ewige Stätte bereitethabe. Der Sünder hört's, stutzt, staunt, glaubtkaum vor Freuden, sieht den Bürgen an, undstehet seine Wunden, und das dorngckrönte Haupt,und das Angesicht voll unendlicher Liebe, und dasHerz, dies durchstochene, heilige, mitleidsvolle Mut-tcrherz. Da weiß er nicht, wie ihm geschieht, undob er auch seinen Augen und Ohren trauen dürfe.Ach, welche Gefühle tauchen in ihm auf unter denSonnenstrahlen solcher Huld und Gnade. Schluch-zend neigt er sich zu den Füßen seines göttlichenRetters nieder, um sie mit seinen Thranen zu be-