furchtbare Weift unter, zergciffelt ihn grimmig undlagt ihn mit seinen Flüchen bis an den Rand derVerzweiflung. — In dem Sünder aber ist noch eineFeindschaft wider das Gesetz, mithin auch wi-der Den, der cs gegeben hat. Alles, was in ihmist, murrt und bellt dagegen an. Es verdreußt undärgert ihn noch, daß das Gesetz cristirt, er mag csnicht leiden, er sähe es lieber vernichtet, weil csseinen Frieden ihm raubt und seinem sündlichenFleische ein eisernes Gebiß in's Maul schiebt. Aberaus diesem Grunde ist die Buße noch nicht die gött-liche und rechte; was wir Wiedergeburt nennen, istnoch nicht vorgcgangcn, und das Sterben, vonwelchem Paulus redet, muß erst noch kommen.
Aber dieses herrliche und segensreiche Sterbenkommt nicht durch das sinaitische Gesetz, sonderndurch ein anderes. Ter Apostel sagt: »Ich binaber durch's Gesetz dem Gesetz gestorben.» Unterdem Gesetz, durch welches er dem sinaitischcngestorben ftp, versteht er ohne Zweifel das Gesetzdes Geistes, von dem er Rom. 8. sagt: »DasGesetz des Geistes hat mich frei gemacht vom Ge-setz des Todes.» Das Gesetz des Geistes ist abernichts Anderes, als das Evangelium; und frei-lich ja, nur durch dieses kann die wahre, göttlicheund ftligmachende Buße hcrvorgerufcn werden. —Blicken wir nun noch einmal auf jenen erschrockenenSünder zurück, den wir eben verließen, wie er zit-ternd noch und der Verzweiflung nahe zu den Fn-