Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
271
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Schrei des Entsetzens: »Es ist aus mit mir! Ver-loren! Verloren!»

Wenn cs nun mit einem Sünder dahin gekom-men ist, daß er mit aufrichtigem, bittcrm Ernstevor dem Tribunale Mosis sich selbst den Stabbricht, ist daun jener geistliche Prozeß vollendet,den Paulus ein »Sterben dem Gesetze» nennt?Keincswegcs; sonst hätten auch Cain und Judas sa-gen können, daß sic wie Paulus dem Gesetze gestor-ben sepcn. Ein Sterben ist freilich schon vorge-gangcn; denn mit der vermeintlichen eigenen Ge-rechtigkeit ist es aus, und mit der eigenen Tüchtig-keit nicht minder. Aber die wahre Buße, welche dieSchrift eine göttliche Traurigkeit und eineNeue nennet, die Niemanden gereuet, ist darumdoch noch nicht vorhanden. Allerdings nennt auchPaulus jenes bloße Banqucrottwerden vor dem Ge-richtshöfe der göttlichen Heiligkeit schon ein Ster-ben; »da aber das Gesetz kam, spricht er Röm. 7,ward die Sünde in mir lebendig, ich aber starb,und befand, daß das Gebot mir zum Tode ge-reichte.» Aber sterben unter dem Gesetze unddurch dasselbe, das heißt noch nicht »dem Gesetzesterben.» Der gcängstigtc Sünder, den wir vorhingeschildert, ist freilich seinen vermeintlichen morali-schen Vorzügen nach gestorben; aber die Ehe zwi-schen ihm und dem Gesetze ist noch nicht aukgclös't.Im Gegcntheil, dieser harte und gestrenge Ehemannund Zuchtherr hat ihn ja eben wieder auf eine