gcr, Zorn, Verdruß und Unmu'.h, den, wie dieSchrift sagt, das Gesetz in Allen anzurichtcn pflegt,die auf eigene Hand cs mit ihm aufzunehmcn wa-gen, — das ist die einige Frucht, das die ganzeErndtc, die ihm seine Arbeit am Ende eingetragen.— Was nun beginnen? An Gehorsam leisten istnicht mehr zu denken; darauf verzichtet er, undsucht nun mit dem Gesetze auf eine andere Weiseauseinander zu kommen. Aber wie? Er will demGesetz entlaufen; — er desertirt. — Ei, denkt ertrotzig und verzagt, was quäle ich mich langer anseinem Wege, wo auch die treuesten Bemühungenungekrönt und erfolglos bleiben! — und mit diesemverzweifelnden Gedanken gicbt er sich seinem früher»Wandel wieder hin, legt seinem Fleische den Zügelauf den Nacken, läßt sich gehen, und thut nun wie-der, was sein Herz gelüstet. Aber — läßt er auchdas Gesetz, das Gesetz läßt darum ihn nicht. Esläuft ihm nach, cs verfolgt ihn, cs hängt sich anseine Fersen und überrascht ihn bald da, bald dortmit seinen Donnern und Flüchen; denn es ist — inseinem Herzen, und das Fliehen eine vergeblicheSache. — Was beginnt der Sünder nun? EinWeg steht ihm noch offen. Er will jetzt mit demGesetze kapituliren, und durch einen gütlichen Ver-gleich sich mit ihm abfinden. »Ich will dich halten,spricht er, so gut ich kann, und deinen Forderun-gen, so weit es in meinem Vermögen steht,nachzulebcn trachten, dann aber höre du auch auf,
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