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2 (1831)
Entstehung
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Gräbern der erwürgten Heiligen ein tausendstimmi-ges Geschrei nm Rache wider ihn gen Himmel stei-gen, als zuckten ihm schon die Blitze des göttlichenFeuereifers um das schuldige Haupt, und als ver-nähme er hinter sich das Geheul der Hunde, dienach seinem Blute lechzten. Das Gefühl, dasdamals bei dem Feuerzeichen auf Carmcl ihn übcr-mannte, wacht in ganzer Lebendigkeit mit tausendSchrecken wieder in ihm auf. Nur zu gewiß ist csihm, daß Jchovah Gott und Elias Sein Gesandterscy. Als stände er schon vor dem Nichterstuhle desAllmächtigen, als rollten ihm die Donner der gött-lichen Vorwürfe schon über dem Haupte, als um-ringten ihn bereits die Engel des Gerichts, um ihn,den Abtrünnigen, der Baal die Ehre gab, zurSchlachtbank zu schleppen, so ist dem armen ge-schlagenen Manne zu Muthe. Er vergißt seineKrone und seinen Purpur. Ob er König scy, obElias, er weiß es nicht. Was das Dccorum ihmgebiete in dieser peinlichen Lage, und was er zuthun habe, um seine Würde zu retten, das kümmertihn wenig mehr. Er ist in seinem Bcwußtscyn nichtsfür den Moment, als ein armer, geäugstigtcr Sün-der, und er schämt sich nicht, als einen solchen vorGott und Menschen sich darzustellen. Er steigt vonder Höhe seines Thrones in den tiefsten Staub her-nieder. Er zerreißt seine Kleider, zum offenen Zeug-nis', wie sein Herz zerrissen sey. Das fürstliche Ge-schmeide muß einem rauhen Bußgcwandc Platz ma-

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