Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
246
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zweiflung in den Rachen warf, oder gar die Sinneihm verwirrt und in die Bande des Wahnsinnsihn geschlagen hat. O walt' cs Gott in Gnaden,daß, wenn heute oder morgen auch ihr in euer»Schlupfwinkeln von Oben her gefunden werdet,nicht das nackte Gesetz allein der Hascher scy, son-dern das Evangelium ihm zur Seite gehe. Mitdem Tounerklauge:Verflucht, wer vom Gesetzeweichet!" vermenge sich in demselben Momente daundie selige Kunde:Christus ist des Gesetzes Ende,wer an den glaubt, der ist gerecht!" In daoGehet hinweg von mir in das ewige Feuer!" tönezu gleicher Zeit das hcrzcntzückcndcKommet her,Mühselige und Beladene, Ich bringe euch zur Ru-he!" Alsdann wird das heillose Entsetzen, dasauf euere Seele zustürzt, sofort sein Gegengift injener Trauer finden, die zur Seligkeit eine Reuewirket, welche Niemand gereuet, und das gesetzlicheSchrecken, das keine Verheißung hat, wirdalsobald in jene innige Zerschmelzung sich verwan-deln, welche als erstes Zeichen empfangener Gottcs-gnadc den Anfangspunkt eines neuen unvcrwclklichcnLebens bildet. Nein, nicht der tödteudc Feuer-schein der göttlichen Gerechtigkeit macht neue Men- ^schcn, sondern das belebende Sonnenlicht der gött-lichen Sündcrliebe macht sic. Bei der Krippe undam Kreuze werden die Erben des Himmels geboren,nicht auf Sinai's donnerndem und dampfendemGipfel. In der Erscheinung der Leutseligkeit Gottes >