Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
245
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dcr Fürst Samaricus in diesem Momente einnahm!Eine schmählichere Niederlage hatte ihn wohl nochnie betroffen. In einem Nu war der Glanz seinerKönigskrone dahin, und die imponircnde Glorie sei-nes Purpurs wie weggcblascn. Wie ein armer,verlegener Delinquent, dem, bis auf einen verbisse-nen ohnmächtigen Ingrimm alle Waffen gegen sei-nen Verkläger ans den Händen geschlagen sind,steht er dem Elias gegenüber; und für den Thisbi-ter selbst mußte cs etwas Peinliches haben, seinenMonarchen so geschlagen, verwirrt und gcdemüthigtvor sich zu erblicken, und mit einem Male gleichsamdie Rollen gewechselt zu sehen, also, daß Elias jetztdie Krone trug, während der König wie ein zertre-tener LuriN am Schemel seiner Füße lag. Aber soweiß dcr Herr mit einem Hauche die Stolzenin den Staub zu strecken, und wo Er das Schwertseines Wortes fegt, da sinken Roß und Reisige hin,wie Halme unter der Sichel des Schnitters.

Ihr fühlt das Eisige, Mark und Bein Durch-sägende in jenem kaltblütigen "Ja, ich habe dichgefunden!" Es ist das erbarmungslose Gesetz,das versteinernd, wie ein Mcdusenhaupt, euch dar-aus anstarrt; die nackte Justiz des göttlichen Ge-richtshofes ist es, die in ihrer schauerlich schneiden-den Schärfe euch hier begegnet. Wie häufig ist esgeschehen, daß ein solches "Ich habe dich gefun-den!" vom Stuhle dcr beleidigten Majestät her,den Sünder, den cs traf, augenblicklich der Ver-