Welt wird vermögend seyn, die empfindliche Wundeeures Gewissens zu heilen. Der Breind im Innernwird sich von Tag zu Tag vermehren, und dasfressende Feuer in euer» Gebeinen immer weiter umsich greifen, bis es erlischt — im Blute des Lam-mes und im Friedensgcsäuscl des Kreuzes gedämpftwird. - O daß wir euch nur finden mögten, wirwollten gerne eine Weile eure Feinde heißen!
Kaum, daß die wuthschuaubcnde Frage: "Hastdu mich gefunden, mein Feind?" dem Könige vonden Lippen ist, da kehrt sie auch schon in bejahenderForm wie ein furchtbares Echo wieder zu ihm zu-rück. "Ja, spricht der Mann in der rauhen Haut,mit seiner gewohnten Festigkeit und Ruhe, ich habedich gefunden!" Wie mag dem Verbrecher beidiesen Worten zu Muthe gewesen seyn! Verwirrtund gebunden wie er war durch die furchtbaren An-klagen seines Gewissens, sah er sich völlig außerStaude, dem Angriffe des Propheten auch nur dasGeringste zu seiner Vcrthcidigung entgegcuzusetzcn.Zudem traf ihn das Tonnerwort des Propheten ge-rade im Weinberge Naboth's; peinlicher Umstanddas! und die vielsagende Miene, womit Elias dasWort begleitete, ließ den König keinen Augenblickmehr zweifeln, der Prophet wisse, weß der Acker scy,und was das zu bedeuten habe, daß ihm sein Son-vcrain ans diesem ungewohnten Spaziergänge zwi-schen den Zäunen des nachbarlichen Erbes begegne.Fürwahr, eine bcmitlcidenswürdige Stellung, welche