Böses wider mich im Schilde führst, wie wird deinschadenfrohes Herz sich freuen, mich einmal wiederertappt zu haben!" Ja, ja, er war wirklich ge-funden, der Nichtswürdige, und dies eben war dieUrsache der verbissenen Wuth, womit er, wie einegereizte Klapperschlange, den Propheten anzischte.
Wie oft, meine Brüder, müssen wir, eure Pre-diger, dieses Schicksal Elia thcilcn, wenn es auchuns gelingt, die Sünder in der Gemeine zu finden,oder vielmehr, wenn sie durch uns von Gott gefun-den werden. Wie oft haben auch wir cs mit Otternund Scorpioncn zu thun, wenn der Blitz nufererWorte zündet, wenn unsere Pfeile in's Schwarzetreffen, wenn die Signalements der geistlichen Steck-briefe, die wir von der Kanzel herab in die Ver-sammlung werfen, auf unsere Zuhörer passen, undin den Spiegeln, die wir euch vor Augen stel-len, der Eine und der Andere wider Wille» seinehäßliche Gestalt erschauen muß. Alsobald heißt esdann auch zu uns in den Herzen dieser Getroffe-nen: "Hast du mich gefunden, mein Feind?" !und mit den bittersten Anklagen wird uns die glück-liche Jagd vergolten. Nun sind wir die schaden-frohen Widersacher der Menschheit, und haben nu- ^ser Vergnügen daran, die Leute ohne Noth zu äng-stigen und zu quälen. Liebe und christliche Sanft-muth sind uns fremde Sachen, und ein dumpfesmelancholisches Mönchsthum ist die Gottseligkeit, zuder wir der Gemeine Anleitung geben. Unsere Pre-