Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
230
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und Zorn über die abschlägige Antwort, eilt er inseinen Pallast zurück, gcbchrdet sich, wie ein unge-zogenes Kind, dem man den Willen nicht gcthan,wirst sich auf's Bette, wendet sein Gesicht nach derWand, und will nichts essen. In diesem trostlosenZustande findet ihn Jcsabel; befremdet fragt sie denGemahl, was ihm widerfahren sey, und Ahab er-zählt ihr den Vorgang. "Ei, spricht das Weib, nurdas? da wollen wir schon Nath schaffen. Das wäreein Königreich in Israel, wo cs also hcrgchcn dürf-te. Stehe auf. Lieber! Brod und sey guten Mn-thcs, ich will dir den Weinberg Naboth's, des Jes-rcclitcn, wohl verschaffen." Und Jcsabel, theils umdie Schmach zu rächen, die der königlichen Würdezugefügt sey, theils um durch eine neue Gefälligkeitihren Gemahl an sich zu fesseln, ergreift ungesäumtihre Maaßregeln, um den Weinberg um jeden Preisan sich zu bringen. Sie schreibt Briefe unter AhabsNamen, sic mißbraucht das Siegel des Reichs zuBefehlen, um welche der König nicht weiß. Sicgebietet den Obersten und Acltestcn der Stadt, daßsie ein Fasten sollten ansschrcicn lassen, welches als-dann zu geschehen pflegte, wenn irgend etwas Trau-riges sich ereignet hatte, öder ein schreckliches Ver-brechen begangen war. Sic läßt das Volk versam-meln, sic befiehlt, daß man den Naboth oben ansetze im Volk, und dann müssen zwei gedungene Bu-ben mit falschen Zengnisscn wider ihn auftretcn undihn beschuldigen, er habe gegen Gott und den König