Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
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für bessere Eindrücke nicht ganz unempfänglich war,nichts dcstowcnigcr in eine fortlaufende Kette vonUngerechtigkeiten und Schandthatcn sich verwandelnsehen.

Ahab war ein weichlicher und genußsüchtigerHerr. Er überließ das Scepter und die Regie-rnngsgcschäfte seiner Gemahlin, und freute sich,wenn er in ungestörter Ruhe und Bequemlichkeitseinen Neigungen nachleben konnte. Nach beendig-tem Kriege hatte er sich wieder in sein Lustschloß zuJcsrccl zurückgezogen. Um sich die Zeit zu vertrei-ben, gcricth er hier auf den Gedanken, dies undjenes in seinen Gebäuden und Gärten zu verändern,und die Anlagen, die sein Schloß umgaben, zu ver-schönern, und wo möglich noch weiter auszudehnen.An den Schtoßgarten grenzte ein Weinberg, dasväterliche Erbe des Israeliten Naboth. Ta fandnun der König Ahab, daß seine Anlagen nicht we-nig dadurch gewinnen würden, wenn er dieses nach-barliche Grundstück mit denselben vereinigen könnte.Sein Gelüste hing sich an den Weinberg fest. So-fort ließ er den Eigenthümer zu sich bescheiden,machte ihn mit seinem Begehren bekannt, und botihm einen Tausch an, oder, falls er das nicht woll,tc, die Summe Silbers, die er für sein Erbe for-dern würde. Naboth aber konnte sich in keinerleiWeise zur Abtretung seines Weinbergs entschließen.Nach dem göttlichen Gesetze durfte kein Jsraclitcsein Erbe verkaufen. Sie sollten das Land, das sic