Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
227
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gewisse Kraft und Energie voraus; der Böscwichtverübt seine Gottlosigkeiten mit kaltem Blute, ausPrincip, planmäßig, in freier Selbstbestimmung undUcberlegnng. Ahab dagegen war ein Schwächlingdurch und durch, der in seinem ganzen Thun undLassen sich allemal von außen her bestimmen ließ,und überall nur dasjenige war, wozu die jedes-maligen Umstände, unter denen er sich befand, oderdie Menschen, die ihn umgaben, ihn machten. Sowie er das eine Mal sich ausnehmend gütig unvgroßmüthig erzeigen konnte, wie er sich denn z. B.also gegen den überwundenen Sprcrkönig erzeigte,daß der Herr ihn um dieser nnzcitigcn Güte willenstrafen und ihm sagen lassen mußte: »Darum, daßdu hast den verbannten Mann von dir gelassen,wird deine Seele für seine Seele seyn;» so konnteer, je nachdem er von außen insluirt und bearbeitetwurde, in der nächsten Minute darauf die abscheu-lichsten Grausamkeiten begehen, zumal, wenn es miteiniger Bequemlichkeit und ohne Gefahr für dieeigene Person geschehen konnte. Unter einer bessernLeitung wäre Ahab wahrscheinlich auch ein bessererKönig gewesen; unter dem Einfluß einer Jesabclaber und eines raffinirten Schmeichlcrhaufens, wiesein Hofgesinde, mußte dieser charakterlose Menschgrundschlecht werden, und so darf es uns denn,im Blicke auf seine Umgebung, keinen Augenblickmehr befremden, wenn wir das Leben eines Man-nes, der, wie wir schon wahrgcnommen haben, auch