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2 (1831)
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göttlichen Zornes erloschen sind, die uns verderbensollten. O Heil uns! Hicnge das Opferlamm nichtda, das mit blutigen Strömen die Schuld ertränkte,dann hieße cs: "Ja Herr!" und ein Punktumdahinter. Kein:Aber doch!" dürfte folgen. "JaHerr, hieße cs daun, Hunde sind wir und ver-dammuiigswürdige Rebellen!" und statt des "Aberdoch!" folgte Geheul und Händeringen und Ver-zweiflung. Jetzt aber ist cs anders. Müssen wirauch beschämt und zitternd "Ja Herr!" sagen zuden Verdammuugs-Urthcilen Gottes; das Kreuz aufGolgatha gestattet uns, ein seliges "Aber doch!"hiuzuzufügcn. Ja, wir sind dem Zorn verfallenund des Rathcs schuldig; aber doch, ein Gna-dcnthron steht auf dem verfluchten Acker aufgeschla-gen und eine ewige Versöhnung ist gefunden. Ja,wir sitzen im Gcfäuguiß, gerichtet und zu einerschauerlichen Erccution verurtheilt; aber dock,ein wunderbarer Schlüssel liegt in einer durchgrabe-neu Hand, der öffnet alle Gitter und verheißt unsFreiheit. Ja, eines ewigen Untergangs haben wiruns schuldig gemacht, und der Bluträcher ist hinteruns her; aber doch cs steht ein Altar irgendwoauf Erden, dessen Hörner umfassen wir; werwagt, uns anzutastcn. Es ist Hülfe erschienen fürdie Elenden, Leben für die Tobten, Gnade für dieEmpörer und Gerechtigkeit für die Ucbcrtreter.Darum steht jetzt das "Ja Herr" nicht mehr al-lein. Ter Schrei der Augst löst sich lieblich auf in