Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
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eine Blume zärtlicher Kindesliebe blühen sehen, we-nigstens vor versteckten, tückischen Dornen nicht zufürchten hätten. Abschiede, demjenigen ähnlich, lder jetzt unserm Elisa bevorstand, aber unendlichbitterer und schmerzensreicher, sind die geistlichen,welche die Berufung der Gnade im Gefolge hat,und die dann vor sich gehen, wenn Christus nichtvereinend, nein trennend und scheidend zwischen Ael- ^tern und Kind, zwischen Freund und Freund in dieMitte tritt. Jede wahrhaftige Bekehrung, was ist sieanders, als ein wesentliches und thatsächlichcs Ab-schicdnchmen von allen natürlichen Menschen, wasanders, als ein Davoncilen aus ihrer geistigen At-mosphäre, und als ein Wegzug ans dem Gebieteihrer Gedanken, Meinungen, Träume, Wünsche undBestrebungen, in ganz andere, ihnen fremde undweit entlegene Lande? Freilich, eine glückseligeTrennung dies für die Scheidenden; aber ihr Wehund ihre Bitterkeiten hat sie auch; denn ach, beidiesen Abschieden steht es ja dahin, ob man mit denTheuern, von denen man geistlich ausgegangen, sichje in alle Ewigkeiten wieder znsammcnfindcn werde,und welcher Gedanke könnte schmerzlicher scyn, alsdieser? Wer noch Geliebte hat unter denen, diedraußen sind, und hat von jenen Abschicdsschmcrzen ^noch nichts empfunden, der, mögte ich behaupten, !liebt diese seine Angehörigen nicht, oder er ist nochnicht wesentlich von ihnen geschieden, und mag wohlder äußern Form nach ein Anderer scyn als sic; er