Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
200
Einzelbild herunterladen
 

zen des heiligen Volkes auch mit jener verdammli-chcn Abgötterei, die man heut zu Tage im Reiche ^Gottes so häufig mit den menschlichen Werkzeugen !zu treiben pflegt! Ich glaube, daß Gott iu unsrerZeit so oft seine trefflichsten Diener und Evangeli-sten schnell in der Blüthe ihrer Jahre aus ihremsegensreichen Wirkungskreise nach Hause ruft, dasgcschiehct mit aus der Ursache, um sic vor den Ge-fahren des vergötternden Enthusiasmus iu Sicher-heit zu bringen, womit man diese sterblichen Men-schen in den sogenannten "Berichten aus dem Got-tcsrcichc" bis an den Himmel zu erheben pflegt;und um der Kirche auzudeutcn, daß die PfeilerSeines Tempels nicht Fleisch scye», daß mit keinerCreatur die Weisheit sterbe, und daß kein Andererdie Basis, der Träger und Erbauer Seines Reichessty, als Er selber!

Als nun Elias den Elisa gefunden, da nimmter seinen Prophctcn-Mantel, die rauhe Haut, gehtdamit auf den Sohn Saphats zu, und wirft ihmdenselben, ohne ein Wort zu sagen, nach seiner kur-zen, tiefsinnigen Art, über die Schultern. Wiemogtc dem schlichten, anspruchslosen Bauersmanndabei zu Muthc werden! denn er verstand diese ivielsagende, symbolische Handlung wohl, und konntenichts Geringeres darin erblicken, als eine Einwei-hung zum prophetischen Amte, und als eine Beru-fung zum Gehülfcu, Nachfolger und Stellvertreterdes Thisbiters. Ich habe cs oft bedauert, meine