Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
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gemessen. Er redet stark, scharf, narkotisch, aufwe-ckcnd, um einen schnellen nnd festen Entschluß in derlangsamen Seele zn erzeugen, nnd spricht:Laßdie Todtcn ihre Todteil begraben, du abereile, daß du dem Tode entrinnest, daß dulebendig werdest, gehe hin, und verkündigedas Reich Gottes!"

Ter Herr stößt auf einen Vierten. Wahr-scheinlich kam er auch diesem mit einem "Folge mirnach!" zuvor. Der aber entgegnet ihm schwermü-thig, mit gesenktem Blicke und seufzend: "Ich willdir Nachfolgen, aber erlaube mir zuvor, daß icheinen Abschied mache mit d-encn, die in meinemHanse sind!" Könnt ihr ungewiß scyn, welchesTemperament wir in diesem Manne vor uns ha-ben? Es ist das melancholische, das langsamerregbare, aber dauerhaft nnd tief empfindende,das, wie Jemand richtig bemerkt, von heftigen Af-fcctcn und Leidenschaften wenig überfallen, mehraber über schlichen wird, das geneigter ist zurSorge nnd Trauer, als zum Frohsinn nnd zurFreude, das aber die Arbeit nicht scheut, nnd seineZwecke energisch zn verfolgen pflegt. Züge dieserGcmüthsart spiegeln sich nun unverkennbar auch inden Worten, mit welchen jener Mensch den Rufdes Meisters crwicdert. Was sich zuerst ihm beidiesem Rufe in den Blick stellt, ist die Nacht- undSchrcckensseitc der Nachfolge Jesu. Die bangenAhnungen seines sorglichen Gcmüthcs spiegeln ihm