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leidsvollc Absicht Seiner Sendung eröffnet. "DesMenschen Sohn, spricht er, ist nicht gekom-men, der Menschen Seelen zn verderben,sondern zu erhalten!" Und in der That, ichwüßte nicht, was geeigneter hatte seyn können, denlodernden Brand in ihrem Innern zn löschen, sieans das Tiefste zu dcmüthigcn, und ihren Gefühlenmit einem Male einen ganz andern Ton zu g.'ben,als dieses sanfte, holdselige Wort des freundlichsten,des crbarmnngSvollsten Sünderfrenndcs.
Kurz nach diesem Auftritt koinmt mit beflügel-ten Füßen und freudig strahlenden Augen ein Mensch ^ans Jcsnm zu geeilt, und spricht mit dem Ausdruckfrischer, fröhlicher Begeisterung: »Ich will dir fol-gen, wo du hingehcst!" Hier haben wir den San-guiniker oder das leicht bewegliche, rasch aufgeregteund schnell begeisterte Temperament, dem cs an Ge-fühl, Empfänglichkeit und fröhlichen Entschließungenniemals mangelt; nur kommt nicht jedes Gefühl zurbleibenden, tief eingreifenden Empfindung, und dieEntschlüsse gehen nur selten in Handlungen über.
Lust zu reger, heiterer Thätigkeit ist da, aber zuanhaltender, mühsamer Arbeit fehlt die Energie undAusdauer. Daß nun dieses schnell auflodcrnde Tem-perament auch die Gcmüthsart jenes Menschen war,der, begeistert durch die glanzenden Thakcn und diegöttliche Holdseligkeit Jesu, in rascher Entschließungsich ihm zum Nachfolger und Jünger anbot, dasblieb dem Auge des Herrn nicht lange verborgen,