Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
176
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3.

Wenn ihr in diesem Augenblicke gen Himmelschaut, sagt doch, wo sind die Sterne Gottes? Sicstehen nach wie vor au ihrer Veste, aber das Augeunterscheidet sie nicht. Wartet bis zum Abend. DieNacht lockt sie hervor ans ihrer Verborgenheit, undim Dunkel werdet ihr ihren holden Glanz anf'sNeue sich cutsaltcn sehen. Wie die Sterne der Na-tur, so auch die geistlichen am Himmel der Kirche.Beim Sonnenschein ruhiger und lcidcnsfrcicr Tagesind sic kaum zu bemerken, und der Unterschied zwi-schen ihnen und den Besseren unter den Kindern die-ser Welt oft wenig in die Augen springend. Aberauch hier Geduld nur bis zum Abend, und ihreHerrlichkeit wird vor euch entbrennen, wie eine Fa-ckel. Wie ohne Zweifel um die Zeit, da der Sy-rer Hasacl mit Feuer und Schwert in'ö Land brach,jene Siebentausend in Israel offenbar geworden sind,so werden auch wir am Tage dcr,großen Sichtungerst, der der Christenheit bcvorsteht, im Stande scyn,den Tempel des Herrn auf Erden richtig auszumessen.

Diese Läuterungstagc rucken im Fluge heran.An Zeichen der mannigfaltigsten Art fehlt cs schonnicht mehr, die, wie die Sturmvögel den Orkan,die Nähe der Zeit uns verkünden, da der Herr mitder Wurfschanfcl erscheinen, und das große Fegender Kirchcn-Tenne vor sich gehen wird. Wird dochauch das Geschrei der Wächter auf Zions Mauern