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war, um nun mit einem Male ganze Häuflein blö-der und verschüchterter Schäflcin aus ihren Schlupf-winkeln hervorzulockcn, die sich dann nach der Pre-digt unter die Flügel des lieben Fremdlings sam-melten, um sich noch weiter in den seligen Strahleneines Lichtes zu sonnen, das von ihrem Kirchen-himmcl her, wer weiß, wie lange sie nicht angelcuch-tet hatte. Dergleichen Erfahrungen aber, an denendurchaus kein Mangel ist, sind sie uns nicht, wasden Israeliten die Traube Josua's und Calcbs, ganzeWeinberge uns verheißend, die wir noch nicht sehen?
Ach, was für Ucberraschungen wird cs nochgeben, wenn einmal die Ewigkeit alle Schleier lüf-ten und auch derjenige Thcil der Gemeine Gottessich bloß und entdeckt vor unsere Augen stellen wird,der hieuiedcn entweder durch die liebliche Hülle zu-rückhaltender Tcmuth und Bescheidenheit, oder hinterdem Versteck erbärmlicher Mcnscheufurcht und unterden Schlacken allerlei äußerer Gebrechen und Man-gel, die den innern Cottcskcrn verdunkeln, uusermBlick entzogen bleibt. Aber nicht in der Ewigkeitnur, auch in dieser Zeit noch sicht uns solch einefreudig überraschende Entschleierung des verborgenenSaamcus bevor, und wer weiß, wie nahe uns dieTage sepu mögen, da die weissagende Frage desHohenliedes in der Kirche ertönen wird: "Wer isidie, die hcrvorbricht wie die Morgenröthe, schönwie der Mond, auserwählt wie die Sonne, schreck-lich wie Hecrcsschaaren?"