Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
174
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nur gefiele, die Schleier zu lüften, er könnte unsjeden Augenblick mit einem Schauspiele in der Kircheüberraschen, das dem der Auferstehung der Todtcnam jüngsten Tage zu vergleichen wäre. Wie wennein Feldherr einen Hinterhalt lagert, da vcrthcilter sein Geschwader, hier ein Häuflein und dort einHäuflein, in die Höhlen und Schluchten umher, hin-ter die Felscuwändc und Gesträuche, daß man nichtsgewahr wird, als den kahlen Berg und die leere,schweigende Waldung. Wie aber der Feind sichsorglos naht, da gicbt er das Signal mit derDrommete, und svckrt, als wäre sie durch einenZanbcrsprnch aus der Erde hcranfbcschworen, stürzteine blitzende Streiterschaar daher ans den Grottenund Gebüschen, daß sich der Feind entsetzt, die Ver-bündeten aber, die cs von ferne schauen, laut anf-janchzen und frohlocken. So hat auch der Hccres-fürst vom Himmel noch ein verstecktes Lager in derWelt, und auch Er brauchte nur zu blasen, wie erdenn auch nach Sachar. 10, 8. zu seiner Zeit schonthun wird, so würden auch wir alsobald Gesichtesehen, demjenigen ähnlich, das einst Elisa's Knabesah auf dem Hügel bei Dothan. Wie oft ist es nicktschon geschehen, daß in einer Gemeine, in welcherseit Jahr und Tag das Wort Gottes theucr war,und von der man zweifeln mußte, ob sie auch wohleinen gläubigen Menschen in sich bergen mögte,eine einzige Gastprcdigt, womit ein lebendiger Evan-gelist ihren Lehrstuhl betrat, schon Signal genug